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KI-Bite #9: Dein neuer Praktikant – Warum Prompts über Erfolg entscheiden

KI Bite #9 de

Der Praktikant mit dem Lexikon-Gedächtnis

Stell dir künstliche Intelligenz wie LeChat nicht als allwissende Maschine vor, die deine Gedanken lesen kann. Sieh die KI lieber als einen extrem belesenen Praktikanten an. Wir nennen diesen Praktikanten Peter. Peter hat jedes Buch der Welt gelesen, jede Wikipedia-Seite studiert und kennt alle Marketing-Theorien der letzten fünfzig Jahre.

Wenn Peter zurufst: „Mach mal Marketing für mich“, wird er dich mit großen Augen anstarren. Er ist überfordert. Er weiß nicht, was du verkaufst, wer deine Kund:innen sind oder was du eigentlich erreichen willst. Das Ergebnis wird generisch und unbrauchbar sein.

Das Restaurant-Prinzip: „Ich habe Hunger“ reicht nicht

Ein weiteres Bild hilft, das Prinzip des „Promptings“ (so nennt man die Eingabe von Befehlen in die KI) zu verstehen. Stell dir vor, du gehst in ein Restaurant. Wenn der Kellner kommt und du nur sagst: „Ich habe Hunger“, ist das Ergebnis Glückssache. Vielleicht bekommst du eine Suppe, obwohl du Lust auf ein Steak hattest. Vielleicht bekommst du Nudeln, obwohl du kein Gluten verträgst.

Damit du satt und glücklich wirst, musst du präzise bestellen: „Ich hätte gerne das Rumpsteak, medium gebraten, mit Rosmarinkartoffeln statt Pommes und bitte die Sauce extra.“ Genau so funktioniert die Arbeit mit KI.

Vom vagen Befehl zum perfekten Briefing

Unternehmer:innen sind oft enttäuscht von den ersten KI-Ergebnissen, weil sie – ohne es zu merken – „Ich habe Hunger“ zur KI gesagt haben. Ein Prompt wie „Schreibe einen LinkedIn-Post“ ist zu vage. Damit dein digitaler Praktikant abliefern kann, braucht er Kontext. Ein guter Prompt enthält folgende Elemente:

  • Rolle: „Verhalte dich wie ein erfahrener Social-Media-Manager.“
  • Kontext: „Wir sind ein Handwerksbetrieb für Solaranlagen.“
  • Aufgabe: „Schreibe einen LinkedIn-Post über die Vorteile von Solarenergie für Einfamilienhäuser.“
  • Zielgruppe: „Sprich junge Familien an, die gerade ein Haus bauen.“
  • Tonalität: „Der Ton soll locker, aber vertrauenswürdig sein.“

Wenn du diese Struktur beachtest, verwandelt sich Peter plötzlich in einen Hochleistungs-Mitarbeiter. Die Qualität der Antwort hängt fast immer direkt von der Qualität deiner Eingabe ab. In der Fachsprache nennt man das: Garbage In, Garbage Out (Müll rein, Müll raus). Wer präzise bestellt, wird hingegen exzellent bedient.

FAQ

Ein Prompt ist im Grunde die Bedienungsanleitung oder der Befehl, den du einer KI (wie ChatGPT oder LeChat) gibst. Man kann es sich wie ein Briefing für eine:n externe:n Dienstleister:in vorstellen. Da die KI keinen Zugriff auf deine aktuellen Gedanken oder dein implizites Firmenwissen hat, ist der Prompt die einzige Informationsquelle, die sie nutzt, um eine Antwort zu generieren. Je genauer die Anweisung, desto nützlicher das Ergebnis.

Das liegt meist an fehlendem Kontext. Wenn du nur schreibst „Erstelle einen Werbetext“, greift die KI auf den statistischen Durchschnitt aller Werbetexte zu, die sie während ihres Trainings gelesen hat. Das Ergebnis ist dann „durchschnittlich“ und generisch. Erst wenn du Details zur Zielgruppe, zum spezifischen Nutzen deines Produkts und zur gewünschten Tonalität hinzufügst, kann die KI die Antwort individuell auf deine Bedürfnisse zuschneiden.

Nicht unbedingt. Für wiederkehrende Aufgaben kannst du dir Vorlagen (Templates) erstellen oder der KI zu Beginn eines Chats einmalig erklären, welche Rolle sie dauerhaft einnehmen soll (z. B. „Du bist ab jetzt mein:e Social-Media-Expert:in für unseren Solar-Fachbetrieb“). Innerhalb dieses Chat-Verlaufs merkt sich die KI diesen Kontext, sodass spätere Befehle kürzer ausfallen können.

Was bedeutet diese DSGVO-Einstufung?

Wir möchten Transparenz schaffen, ohne vertrauliche Daten preiszugeben.
Alle gelisteten Anbieter können daher eine DSGVO-Selbstauskunft ausfüllen. 

Anhand der Antworten ordnen wir jedes Tool einer von drei Datenschutz-Stufen zu – dargestellt durch die Datenschutz-Batterien:

DSGVO-Basis – EU-Datenresidenz möglich, DPA verfügbar, aber mit Einschränkungen.
DSGVO Plus DSGVO-Plus – EU-Server, Standardvertragsklauseln (SCCs), Opt-out für Training, Löschung auf Anfrage.
DSGVO-Champion – EU-Server, DPA verfügbar, keine Datennutzung für Training, sofortige Löschung.

So entsteht für Besucher:innen ein einheitliches, leicht verständliches Bild der Datenschutz-Qualität – ohne dass sensible Details der Anbieter veröffentlicht werden.